Homöopathie nach Boger

Cyrus Maxwell Boger wurde als Nachfahre einer deutschen Einwanderer-Familie, am 13. Mai 1861 in Pennsylvania geboren. Da er gute deutsche Sprachkenntnisse hatte, konnte er die Originalschriften von Dr.Samuel Hahnemann und Bönninghausen gut verstehen und durchdringen. Somit gründete er seine Methode aus den deutschen Originalquellen. Er stellte in seinen Praxisjahren mehrere eigene Repertorien und eine Materia Medica zusammen. Die Repertorien sind die GA (General Analysis) und das SK (Synoptic Key). Die Materia Medica ist in dem Synoptic Key mit eingebaut. Überdies erfolgte 1899 durch Boger die erste Übersetzung eines Repertoriums von Bönninghausen mit dem Titel “ A Systematic Alphabetical Repertory of Homeopathic Remedies. 1905 folgte dann die Synthese der meisten Bönninghausenschen Repertorien und Schriften. Der Titel lautete „Boenninghausen´s Characteristics and Repertory (BBCR-1). Somit bewies er wiedermal seine geistige Nähe zu Bönninghausen.

Was ist das Besondere an der Boger-Methode

Das Besondere an der Methode ist die Verdichtung und die Reduzierung der Symptome und Zeichen des Patienten auf das Wesentliche. Gepaart mit einer 47-jährigen Reifephase der Werke Bogers bis zu seinem Tod, macht seine Arbeit zu etwas ganz wertvollem. Boger hatte zu seiner Zeit eine gut laufende homöopathische arbeitende Praxis. Das Wissen um die Symptome und die Arzneimittelbilder waren auf mehere Tausend Seiten „verstreut“ innerhalb mehrere Werke. Manche Mittel in den Symptomenrubriken waren sehr gut erforscht und mehrfach bestätigt worden und manche Mittel nicht. Genauso erging es mit den vielen hunderttausenden Symptomen in den Arzneimittellehren. Boger war ein Pragmatiker und offensichtlich Perfektionist. Somit reduzierte er zunächst dieRubriken und die darin enthaltenen Mittel auf die von Bönninghausen. Dann beobachtete er in seiner täglichen Praxis ob die Rubriken mit den Mitteln sich bestätigen. Wenn sich Mittel in der täglichen Praxis nicht bewährt haben, wurden sie aus den Repertorien entfernt. Und so ging er 47 Jahre bis zu seinem Tode vor. Entstanden ist dadurch ein unglaublich zuverlässiger Begleiter für die tägliche, homöopathische Praxis.

Die Verdichtung auf die Essenz

Somit ist in seinen Lebzeiten ein äußerst präzises und zuverlässiges Repertorium und eine auf die Kernsymptome, und Kernmodalitäten reduzierte Materia Medica (Arzneimittellehre entstanden). Das macht die Arbeit mit der Boger Methode sehr treffsicher, vorausgesetzt die Symptome sind auch deutlich und mehrfach erkennbar. Trotz der Reduzierung ist eine tiefgehende Anamnese und Analyse sehr wichtig. Die Boger-Methode lebt von der Präzisierung und verzeiht keinen Fehler. Jedoch, wenn die Symptome klar angezeigt sind, ist diese Methode unschlagbar zielführend. Sollten keine eindeutigen oder nur wenige Symptome nach Boger erkennbar sein, nehme ich die Polaritätsanalyse nach Bönninghausen und/oder die Sehgal-Methode dazu.

Siehe auch:

Selbstbehandlung mit der Homöopathie
Die Boger-Methode
Die Bönninghausen-Methode
Die Sehgal-Methode
Klassische Homöopathie bei Notfällen 1
Klassische Homöopathie bei Notfällen 2
Homöopathische Selbstbehandlung bei Hämorrhoiden
Vorteile der LM-Potenzen
Warum nutzen 90% der weltweit tätigen Homöopathen nicht die LM-Potenzen?
Dosierungsrichtlinien für die homöopathische Selbstbehandlung
Homöopathie, Medizin oder Mogelpackung?
Reaktionsmöglichkeiten nach der Einnahme der Split-Dose-Methode und der LM-Potenzen